Orgelmatinée I
Drei Könige aus dem Morgenland
Sonntag, 4. Januar 2026, 11.15 - 11.45 Uhr
Ekaterina Kofanova, Orgel
Werke von J. S. Bach, Buxtehude, Dupré und Boëllmann
Konzertprogramm
| Dietrich Buxtehude 1637 - 1707 |
Präludium in C BuxWV 137 |
| Johann Sebastian Bach 1685 - 1750 |
Choralbearbeitung „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ G-dur BWV 663 (aus den „Leipziger Chorälen“) |
| Marcel Dupré 1886 - 1971 |
Nativité aus der „Symphonie Passion“ |
| Léon Boëllmann 1862 - 1897 |
Finale - Marche (aus der 2. Suite) |
Zum Programm
Am ersten Sonntag des Jahres widmet sich das Programm der zu Ende gehenden Weihnachtszeit und schafft einen musikalischen Ausblick in das neue Jahr. Wie ein roter Faden werden uns Werke von Dietrich Buxtehude durch dieses Kirchenjahr begleiten. Den Auftakt macht das festlich-fröhliche Präludium in C, in den verschiedene Klangfarben der Orgel zur Geltung kommen. Buxtehude zählt zu den wichtigsten Vertretern der norddeutschen Orgelschule; in der Marienkirche in Lübeck pflegte er die Kirchenmusik nicht nur im liturgischen Rahmen, sondern gründete auch die Abendmusiken – die erste öffentliche Konzertreihe in einer Kirche – und schuf hiermit eine Tradition, die bis heute tausendfach fortgeführt wird.
Johann Sebastian Bach (der in seinen jüngeren Jahren Buxtehude besucht und viel von ihm gelernt hatte) komponierte mehrere höchst kunstvolle Bearbeitungen über das berühmte Luther-Lied „Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr“, das sich auf das Jubel der Engel in der Weihnachtsnacht bezieht.
Am Ende der Weihnachtzeit steht Epiphanias, oder auch das Dreikönigsfest. In der „Nativité“ des französischen Komponisten Marcel Dupré kann man die durch die Wüste stapfende Karawane hören; als Leitstern dient den Königen das bekannte Lied „Adeste fideles“. In dem Marche von Lèon Boëllmann klingt ein fröhlicher Jahrmarkttrubel an und deutet schon die in ein paar Wochen beginnende Fasnacht an.
Am Schluss seien Sie herzlich zum Kaffee und Dreikönigskuchen eingeladen!
Über die Interpretin
Ekaterina Kofanova, Orgel
wurde 1973 in Minsk (Belarus) in einer musikalischen Familie geboren. Sie erhielt vielseitigen musikalischen Unterricht am Musiklyzeum in ihrer Heimatstadt, das sie 1991 mit Auszeichnung abgeschlossen hat. 1991 – 1999 studierte Ekaterina Kofanova Musikwissenschaft (u.a. bei Prof. Dr. Inna Barsova) und Orgel bei Prof. Alexei Parschin am Tschaikowsky – Konservatorium in Moskau. Nach ihrer Promotion in Musikwissenschaft erhielt sie einen Lehrauftrag für Musikgeschichte und Orgel an der Musikakademie in Minsk und eine Stelle als Organistin an der Belarussischen Staatlichen Philharmonie.
Ekaterina Kofanova setzte ihr Orgelstudium bei Prof. Martin Sander an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg fort, wo sie ihr Solistendiplom mit Auszeichnung sowie ein kirchenmusikalisches Studium abgeschlossen hat. Anfang 2009 wurde sie als Kirchenmusikerin und Leiterin der Konzertreihe an der Friedenskirche in Bern gewählt. Seit März 2016 ist Ekaterina Kofanova Titularorganistin an der Peterskirche Basel.
Als Organistin übt Ekaterina Kofanova eine rege Konzerttätigkeit in der Schweiz sowie anderen europäischen Ländern aus. Sie nahm an Meisterkursen namhafter Interpreten teil und erhielt Auszeichnungen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben. Außerdem ist sie als Kammermusikerin und Chorleiterin aktiv.
Eintritt frei, Kollekte


