Klangmalerei trifft auf Sandmalerei
Konzert „Die Orgel im Dialog..."
Montag, 27. April 2026, 19:30 Uhr
Frank Bigler, Sandmaler
Alina Wyer, Orgel
Werke von JS Bach, Mendelssohn Bartholdy, Mussorgsky
Konzertprogramm
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Johann Sebastian Bach |
Sinfonia aus der Kantate „Wir danken Dir, Gott“ BWV 29 |
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Felix Mendelssohn Bartholdy |
„Variations sérieuses“ Op. 54 |
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Modest Mussorgsky |
Bilder einer Ausstellung |
Konzertinformationen
Die dynamischen Bilder des Sandmalers Frank Bigler und die emotionalen Klänge der Organistin Alina Wyer sorgen für ein einmaliges Konzerterlebnis. Die Sinfonia von Bach-Dupré ist ein fröhlicher Einstieg ins Konzert. Das Publikum kann sich dabei sichtbare und unsichtbare Bilder vorstellen. Auch die romantischen Variationen von Mendelssohn, die sich zu einer Reihe sehr unterschiedlicher Stimmungsbilder zusammenfügen, lassen der Fantasie der Zuhörer freien Lauf. Die Musik von Mussorgsky wird der Sandmaler in Echtzeit in überraschenden Bildern darstellen.
Sinfonia "Wir danken Dir, Gott", BWV 29
Wie sehr die französischen Komponisten des 19./20. Jahrhunderts die Musik Bachs liebten, ist bei Charles-Marie Widor und Marcel Dupré zu sehen. Als sehr verdienstvoll darf Duprés Orgelbearbeitung der Sinfonia aus der Kantate „Wir danken dir Gott, wir danken dir“ BWV 29 gelten. Die Registrieranweisung von Dupré hingegen zeugt von der symphonischen Orgel, wodurch sich das Tempo im Rahmen der akustischen Anforderungen reduziert.
Variations sérieuses, Op. 54
Der französische Titel "Variations sérieuses" (1841) wurde bewusst gewählt, um das Werk von den damals populären Variationszyklen über Opernmelodien abzugrenzen. Mendelssohn strebte eine tiefgründige, dem Vorbild Beethoven nacheifernde Komposition an. Die Variationen waren Teil eines Benefizprojekts: Mehrere Komponisten steuerten Stücke zu einem Notenheft bei, dessen Erlös der Finanzierung eines Denkmals für Ludwig van Beethoven in Bonn zugutekam. Die Komposition besteht aus einem Choral-ähnlichen Thema und 17 daran anschliessenden Variationen.
Bilder einer Ausstellung
1874 komponierte Mussorgsky seinen Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“, der freilich nicht lange auf die Tastatur beschränkt bleiben sollte. Maurice Ravel steuerte 1922 dabei eine nicht minder bekannte orchestrierte Variante bei. Inspiriert wurde der Zyklus durch Aquarelle, Zeichnungen und Skizzen von Mussorgskys Malerfreund Victor Hartmann. Als Hartmann 1873 mit nur 39 Jahren starb, veranstaltete der Kritiker Stasow eine Gedenkausstellung mit einer Auswahl seiner Werke. Sie inspirierte Mussorgsky zu seinem Klavierzyklus, dessen Idee so einfach wie einleuchtend ist: Eine Art „Ich-Erzähler“ streift durch die Galerie und betrachtet zehn Bilder in aller Ausführlichkeit. Sein Spaziergang wird in der „Promenade“ geschildert, dem Leitthema des Ganzen. Sie wird verändert, lässt den einen Satz bereits an-, den anderen noch nachklingen und wird im letzten Stück zur Apotheose geführt.
Über die Musizierenden
Alina Wyer
hat am staatlichen Konservatorium in St. Petersburg mit drei Konzertdiplomen abgeschlossen: Orgel, Klavier und Cembalo. Im Jahre 2013 setzte Sie ihr Studium als Stipendiatin der Maria-Pawlowna-Gesellschaft in der Orgelklasse von Prof. Michael Kapsner an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar fort. Im Jahre 2014 begann sie ihr Studium in Weimar mit dem Solistendiplom in Orgel. Studien in Kirchenmusik in der Klasse von Prof. Dr. Martin Schmeding an der Hochschule für Musik in Luzern wie auch in Orgelpädagogik an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Andreas Jost vervollständigt ihre Ausbildung. Im Januar 2022 hat sie das Masterstudium in Chorleitung an der Hochschule Luzern – Musik (HSLU) abgeschlossen.
Alina Wyer ist Bachpreisträgerin und Preisträgerin internationaler Wettbewerbe. Ihr breites und vielseitiges Repertoire reicht vom frühen 16. bis ins 21. Jahrhundert.
Ab dem Jahre 2018 wirkt Alina Wyer als Hauptorganistin, Chorleiterin und Assistentin des Musikdirektors in der Pfarrei Visp-Eyholz-Baltschieder. Sie arbeitet ferner als Klavier- und Orgellehrerin bei der AMO (allgemeine Musikschule Oberwallis). Neben ihrer Arbeit entfaltet Alina Wyer eine rege Konzerttätigkeit in der Schweiz und im Ausland als erfolgreiche Solistin und Kammermusikerin.
Frank Bigler
Als ehemaliger Möbelschreiner, heute Pfarrer, Seelsorger und Erwachsenenbildner ist der Familienvater Frank Bigler immer wieder auf der Suche nach neuen kreativen Methoden zur Veranschaulichung seiner Predigten und Seminare. Dabei stiess er im Januar 2018 auf einen Sandmalkurs. Diese Form der Veranschaulichung durch Sandbilder hat ihn so fasziniert, dass er 2018, als ehemaliger Schreiner, verschiedene Sandmalkästen herstellte. Dies tat er zuerst mit dem Ziel, an Weihnachten 2018 in seiner Kirche die Weihnachtsgeschichte in Sand zu malen. Doch es sollte nicht dabei bleiben. Schnell sprach sich das Ganze herum. Seither begeistert er unter dem Label "Sandart.live" Menschen in der ganzen Schweiz.
Frank Bigler ist der Gründer von „SandArt.live“, gehört zu den bekanntesten Sandkünstlern der Schweiz. Mit feinem Sand und geschickter Handbewegung erschafft er einem von unten beleuchteten Glastisch immer neue Bilder von großer Ausdruckskraft, die im nächsten Augenblick wieder vergehen. Diese entstehenden Kunstwerke werden in Echtzeit per Kamera auf eine große Leinwand projiziert. So kann das Publikum unmittelbar miterleben, wie sich die flüchtigen Szenen entwickeln, verändern und wieder vergehen.
Eintritt frei, Kollekte


