Veni Creator Spiritus
Konzert „Die Orgel im Dialog..."
Montag, 25. Mai 2026, 18:00 Uhr
Rudolf Lutz, Orgel
Markus Jans, Moderation
Improvisationskonzert mit Moderation
Konzertprogramm
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Rudolf Lutz |
Improvisationen zum Pfingsgeschehen gemäss Moderation |
Konzertinformationen
Der Konzertabend ist programmatisch ausgerichtet auf das Pfingstgeschehen. Dabei werden überlieferte Texte und Melodien zum Fest des heiligen Geistes aufgenommen und in unterschiedlichen Aufgabestellungen musikalisch reflektiert und verarbeitet.
Angefangen mit der gregorianischen Sequenz „Veni Sancte Spiritus“ und ihren so berührenden Bitten, dann mit dem gregorianischen Hymnus „Veni Creator Spiritus“, dessen Übersetzungen und Nachvertonungen, und schliesslich mit neueren Texten, Chorälen und Liedern, soll ein historisches Panorama entstehen zur Verehrung des Heiligen Geistes und gleichzeitig das Pfingstfest auf ganz besondere Art gefeiert werden.
Das Publikum wird zu gewissen Fragestellungen um Mitsprache gebeten. So können etwa Wünsche bezüglich Stil, Form, Gattung, Affekt und Satztechnik berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird das Publikum auch als singende Gemeinde einbezogen.
Über den Interpreten
Rudolf Lutz
zählt zu den international profiliertesten Schweizer Musikern seiner Generation. Mit bemerkenswerter stilistischer Souveränität bewegt er sich zwischen Barockmusik, Klassik, Jazz und Volksmusik und vereint in seinem Wirken die Rollen des Dirigenten, Pianisten, Organisten, Cembalisten, Kammermusikers, Komponisten, Improvisators und Dozenten zu einem eigenständigen künstlerischen Profil. Sein Schaffen wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Kulturpreis des Kantons St. Gallen (2006), dem Preis der STAB-Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur für sein Lebenswerk (2015) sowie dem Schweizer Kulturpreis (2019).
Seit 2006 steht Rudolf Lutz der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen als Dirigent und künstlerischer Leiter vor und verantwortet dort die zyklische Gesamtaufführung der Vokalwerke Johann Sebastian Bachs. Die Konzerte und begleitenden Workshops werden auf der Plattform Bachipedia dokumentiert und bilden ein weithin beachtetes Modell zeitgemäßer Bach-Vermittlung; zudem entstanden bedeutende Einspielungen, darunter die Passionen und die Messe in h-Moll.
Über 25 Jahre wirkte Rudolf Lutz als Dozent für Improvisation an der Schola Cantorum Basiliensis und prägte dort nachhaltig Generationen junger Musikerinnen und Musiker. Eine langjährige, inhaltlich dichte Zusammenarbeit verbindet ihn zudem mit dem Moderator Markus Jans, insbesondere im Kontext seiner analytisch ausgerichteten Konzertformate. Von 2016 bis 2024 war Rudolf Lutz Mitglied des Direktoriums der Neuen Bachgesellschaft e.V. Leipzig. 2021 verlieh ihm die Theologische Fakultät der Universität Zürich die Ehrendoktorwürde – als Anerkennung seines Wirkens im Spannungsfeld von musikalischer Praxis, theologischer Reflexion und intellektueller Vermittlung.
Markus Jans
Markus Jans (*1946), Prof. em. der Schola Cantorum Basiliensis (Hochschule für Alte Musik, Basel), wo er das Fach Historische Satzlehre mitentwickelte und unterrichtete (1972-2009). An der Hochschule für Musik, Basel, unterrichtete er Geschichte der Musiktheorie (1979-2010). Publikationen in verschiedenen Periodika zu Fragestellungen von Komposition, Theorie und Analyse im historischen Kontext.
Eintritt frei, Kollekte


