Bach und Italien
Konzert zum 337. Geburtstag von Joh. Seb. Bach
Montag, 21. März 2022, 19:30 Uhr
Ilze Grudule, Violoncello
Ekaterina Kofanova, Orgel
Werke von JS Bach, Vivaldi, dall' Abaco
Konzertprogramm
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Antonio Vivaldi |
Sonate a-Moll für Violoncello und Basso Continuo RV 43 |
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Johann Sebastian Bach |
Duett e-Moll BWV 802 aus: Clavierübung 3. Teil |
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Joseph dall'Abaco |
Capriccio für Violoncello solo |
| Johann Sebastian Bach | Duett G-Dur BWV 804 aus: Clavierübung 3. Teil |
| Joseph dall'Abaco | Capriccio für Violoncello solo |
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Johann Sebastian Bach |
Orgelkonzert d-Moll nach Antonio Vivaldi, BWV 596 Triosonate G-Dur BWV 1038 in einer Bearbeitung für Violoncello piccolo und Orgel: Largo – Vivace – Adagio – Presto Sarabande aus der Suite Nr. 4 Es-Dur für Violoncello solo BWV 1010 Ach, bleib bei uns, denn es will Abend werden (aus BWV 6) |
Konzertinformationen
Über Jahrhunderte hinweg war Italien für kulturinteressierte Menschen nördlich der Alpen, insbesondere für Musiker, das Gelobte Land: die Wiege der Renaissance, die Geburtsstätte der Oper und eine sprudelnde Quelle von Ideen, Formen und Ausdrucksweisen, ohne die man sich die ganze Entwicklung der europäischen Musik gar nicht vorstellen kann. So wurde eine Reise nach Italien für solch bedeutende Komponisten aus dem deutschsprachigen Raum wie Froberger, Schütz oder Händel zum einschneidenden Erlebnis, das ihr Stil und ihren musikalischen Werdegang entscheidend beeinflusst hat.
Johann Sebastian Bach war zwar auch recht oft auf Reisen, diese gingen aber nicht über die Grenzen von Mittel- und Norddeutschland hinaus. Trotzdem war er über die neuesten Musikströmungen erstaunlich gut informiert und auch er hatte sein mit Italien verbundenes „Aha-Erlebnis“, als er 1713 die Konzerte der Sammlung „L‘Estro armonico“ von Antonio Vivaldi kennenlernte. Diese Sammlung wurde in Amsterdam herausgegeben und löste in ganz Europa ein regelrechtes Vivaldi-Fieber aus. Bis dahin haben italienische Konzerte von Tomaso Albinoni oder Giuseppe Torelli wichtige Anstösse für die Entwicklung des deutschen Konzerts gegeben. Es waren aber die Konzerte von Vivaldi mit ihrer geballten Energie, Vitalität, aber auch mit ihrer harmonischen, ausgewogenen Form und klarer Gegenüberstellung von Tutti- und Soloepisoden, die Bach nicht nur zu zahlreichen Bearbeitungen inspirierten, sondern allgemein seine Musiksprache bereicherten.
Vivaldi ist in erster Linie für seine Concerti bekannt. Hingegen wird sein Sonatenschaffen oft zu Unrecht in den Hintergrund gedrängt. Doch auch auf dieser Ebene liegen uns Werke vor, die als beispielhaft gelten können. Die Cellosonaten stellen mit denen von Benedetto Marcello wohl die beliebtesten Solosonaten aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts dar. Antonio Vivaldi war einer der ersten Komponisten, die das damals relativ neue Cello als Soloinstrument einsetzten. Seine sechs Cellosonaten sind technisch und musikalisch äusserst anspruchsvoll und loten die Möglichkeiten des Instrumentes in der ganzen Breite aus.
Über die Interpretinnen
Ilze Grudule
Die Cellistin Ilze Grudule wurde in Lettland geboren. Während der ersten Studienzeit an der Musikakademie Lettland sollte die Begegnung mit dem Schweizer Cellisten Philippe Mermoud entscheidend für ihren weiteren Werdegang sein. Nach ihrem Diplom entschliesst sie sich, bei Mermoud am Centre de Musique Ancienne de Genève Barockvioloncello zu studieren. Im Anschluss daran studiert sie an der Schola Cantorum Basiliensis in der Klasse von Christophe Coin.
In Basel gründete Ilze Grudule das Kesselberg Ensemble, das sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, schweizerische und lettische Komponisten des Barock wieder vermehrt in die Konzertsäle zu bringen. Weiter ist sie Mitglied des Capriccio Barockorchesters. Ilze Grudule ist Autorin und Produzentin einer Reihe von audiovisuellen Inszenierungen, die barocke und zeitgenössische Musik mit modernen Bühnenmitteln verbinden. Aufnahmen für Chandos Records, cpo, Symphonia, Philips Record, Musiques Suisses dokumentieren ihre Tätigkeit.
Ekaterina Kofanova
geboren 1973 in Minsk (Belarus), wuchs sie in einer Musikerfamilie auf. Ihre vielseitige musikalische Ausbildung erhielt sie am Musiklyzeum ihrer Heimatstadt, welches sie 1991 mit Auszeichnung abschloss. 1991 bis 1999 studierte Ekaterina Kofanova Musikwissenschaft (u.a. bei Prof. Dr. Inna Barsova) und Orgel bei Prof. Alexei Parschin am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Nach ihrer Promotion erhielt Ekaterina Kofanova einen Lehrauftrag für Musikgeschichte und Orgel an der Musikakademie in Minsk und eine Stelle als Organistin an der Belarussischen Staatlichen Philharmonie.
Ekaterina Kofanova setzte ihr Orgelstudium bei Prof. Martin Sander an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg fort. Dort schloss sie ihr Solistendiplom mit Auszeichnung ab und absolvierte ihr kirchenmusikalisches Studium (A-Diplom). 2009 bis 2020 war sie als Kirchenmusikerin und Leiterin der Konzertreihe an der Friedenskirche in Bern tätig. Seit März 2016 ist Ekaterina Kofanova Titularorganistin an der Peterskirche Basel und künstlerische Leiterin des Orgelvereins St. Peter.
Als Organistin übt Ekaterina Kofanova eine rege Konzerttätigkeit in Deutschland, in der Schweiz sowie anderen europäischen Ländern aus. Sie nahm an Meisterkursen namhafter Interpreten teil und erhielt Auszeichnungen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben. Ausserdem ist sie als Kammermusikerin, Continuospielerin und Chorleiterin aktiv.
Eintritt frei, Kollekte



