Verein Orgelmusik St. Peter

Konzerte 2022

30. Januar 2022, 11.15 Uhr

Orgelmatinée I
Johannes Fankhauser

 

6. März 2022, 11.15 Uhr

Orgelmatinée II
Cécile Mansuy

 

21. März 2022, 19.30 Uhr

Bach und Italien
Ilze Grudule, Ekaterina Kofanova

 

30. März 2022, 19.30 Uhr

Für den Frieden
Benefizkonzert für die Ukraine

 

29. April 2022, 18 - 22 Uhr

Musik gegen den Krieg
3. Orgelnacht
Organist*innen aus Basel
Benefizkonzert für die Ukraine

 

6. Juni 2022, 18.00 Uhr

Die königliche Oboenband
La petite Écurie, Ekaterina Kofanova

 

11. Juli 2022, 19.30 Uhr

Ich bin des Herrn
Markus Niedermeyr, Johannes Strobl

 

15. August 2022, 19.30 Uhr

Grand Choeur Dialogué
Erwan Le Prado

 

12. September 2022, 19.30 Uhr

200 Jahre César Franck
Sonos Quartett, Ekaterina Kofanova

 

Extrakonzert
5. Oktober 2022, 19.30 Uhr

Orgelmusik aus der Ukraine
Nadiya Yuriychuk

 

17. Oktober 2022, 19.30 Uhr

Influences musicales
Vincent Thévenaz

 Die Konzerte wurden 2022 unterstützt durch:

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Sulger stiftung

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 Migros kulturprozent

Willy A. und Hedwig Bachofen-Henn-Stiftung, Basel

L.+Th. La Roche-Stiftung, Basel

Bach und Italien

Konzert zum 337. Geburtstag von Joh. Seb. Bach

Montag, 21. März 2022, 19:30 Uhr

Ilze Grudule, Violoncello
Ekaterina Kofanova, Orgel

Werke von JS Bach, Vivaldi, dall' Abaco

Konzertprogramm

Antonio Vivaldi
1678 – 1741

Sonate a-Moll für Violoncello und Basso Continuo RV 43
Largo - Allegro – Largo - Allegro

Johann Sebastian Bach
1685 – 1750

Duett e-Moll BWV 802 aus: Clavierübung 3. Teil

Joseph dall'Abaco
1710 – 1805

Capriccio für Violoncello solo

Johann Sebastian Bach Duett G-Dur BWV 804 aus: Clavierübung 3. Teil

Joseph dall'Abaco Capriccio für Violoncello solo

Johann Sebastian Bach

Orgelkonzert d-Moll nach Antonio Vivaldi, BWV 596
(Allegro) – Grave – Fuga – Largo e spiccato – Allegro

Triosonate G-Dur BWV 1038 in einer Bearbeitung für Violoncello piccolo und Orgel: Largo – Vivace – Adagio – Presto

Sarabande aus der Suite Nr. 4 Es-Dur für Violoncello solo BWV 1010

Ach, bleib bei uns, denn es will Abend werden (aus BWV 6)

Konzertinformationen

Über Jahrhunderte hinweg war Italien für kulturinteressierte Menschen nördlich der Alpen, insbesondere für Musiker, das Gelobte Land: die Wiege der Renaissance, die Geburtsstätte der Oper und eine sprudelnde Quelle von Ideen, Formen und Ausdrucksweisen, ohne die man sich die ganze Entwicklung der europäischen Musik gar nicht vorstellen kann. So wurde eine Reise nach Italien für solch bedeutende Komponisten aus dem deutschsprachigen Raum wie Froberger, Schütz oder Händel zum einschneidenden Erlebnis, das ihr Stil und ihren musikalischen Werdegang entscheidend beeinflusst hat.
Johann Sebastian Bach war zwar auch recht oft auf Reisen, diese gingen aber nicht über die Grenzen von Mittel- und Norddeutschland hinaus. Trotzdem war er über die neuesten Musikströmungen erstaunlich gut informiert und auch er hatte sein mit Italien verbundenes „Aha-Erlebnis“, als er 1713 die Konzerte der Sammlung „L‘Estro armonico“ von Antonio Vivaldi kennenlernte. Diese Sammlung wurde in Amsterdam herausgegeben und löste in ganz Europa ein regelrechtes Vivaldi-Fieber aus. Bis dahin haben italienische Konzerte von Tomaso Albinoni oder Giuseppe Torelli wichtige Anstösse für die Entwicklung des deutschen Konzerts gegeben. Es waren aber die Konzerte von Vivaldi mit ihrer geballten Energie, Vitalität, aber auch mit ihrer harmonischen, ausgewogenen Form und klarer Gegenüberstellung von Tutti- und Soloepisoden, die Bach nicht nur zu zahlreichen Bearbeitungen inspirierten, sondern allgemein seine Musiksprache bereicherten.
Vivaldi ist in erster Linie für seine Concerti bekannt. Hingegen wird sein Sonatenschaffen oft zu Unrecht in den Hintergrund gedrängt. Doch auch auf dieser Ebene liegen uns Werke vor, die als beispielhaft gelten können. Die Cellosonaten stellen mit denen von Benedetto Marcello wohl die beliebtesten Solosonaten aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts dar. Antonio Vivaldi war einer der ersten Komponisten, die das damals relativ neue Cello als Soloinstrument einsetzten. Seine sechs Cellosonaten sind technisch und musikalisch äusserst anspruchsvoll und loten die Möglichkeiten des Instrumentes in der ganzen Breite aus.

Über die Interpretinnen
Ilze Grudule

Matthias Maierhofer Die Cellistin Ilze Grudule wurde in Lettland geboren. Während der ersten Studienzeit an der Musikakademie Lettland sollte die Begegnung mit dem Schweizer Cellisten Philippe Mermoud entscheidend für ihren weiteren Werdegang sein. Nach ihrem Diplom entschliesst sie sich, bei Mermoud am Centre de Musique Ancienne de Genève Barockvioloncello zu studieren. Im Anschluss daran studiert sie an der Schola Cantorum Basiliensis in der Klasse von Christophe Coin.
In Basel gründete Ilze Grudule das Kesselberg Ensemble, das sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, schweizerische und lettische Komponisten des Barock wieder vermehrt in die Konzertsäle zu bringen. Weiter ist sie Mitglied des Capriccio Barockorchesters. Ilze Grudule ist Autorin und Produzentin einer Reihe von audiovisuellen Inszenierungen, die barocke und zeitgenössische Musik mit modernen Bühnenmitteln verbinden. Aufnahmen für Chandos Records, cpo, Symphonia, Philips Record, Musiques Suisses dokumentieren ihre Tätigkeit.

Ekaterina Kofanova

Ekaterina Kofanovageboren 1973 in Minsk (Belarus), wuchs sie in einer Musikerfamilie auf. Ihre vielseitige musikalische Ausbildung erhielt sie am Musiklyzeum ihrer Heimatstadt, welches sie 1991 mit Auszeichnung abschloss. 1991 bis 1999 studierte Ekaterina Kofanova Musikwissenschaft (u.a. bei Prof. Dr. Inna Barsova) und Orgel bei Prof. Alexei Parschin am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Nach ihrer Promotion erhielt Ekaterina Kofanova einen Lehrauftrag für Musikgeschichte und Orgel an der Musikakademie in Minsk und eine Stelle als Organistin an der Belarussischen Staatlichen Philharmonie.
Ekaterina Kofanova setzte ihr Orgelstudium bei Prof. Martin Sander an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg fort. Dort schloss sie ihr Solistendiplom mit Auszeichnung ab und absolvierte ihr kirchenmusikalisches Studium (A-Diplom). 2009 bis 2020 war sie als Kirchenmusikerin und Leiterin der Konzertreihe an der Friedenskirche in Bern tätig. Seit März 2016 ist Ekaterina Kofanova Titularorganistin an der Peterskirche Basel und künstlerische Leiterin des Orgelvereins St. Peter.
Als Organistin übt Ekaterina Kofanova eine rege Konzerttätigkeit in Deutschland, in der Schweiz sowie anderen europäischen Ländern aus. Sie nahm an Meisterkursen namhafter Interpreten teil und erhielt Auszeichnungen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben. Ausserdem ist sie als Kammermusikerin, Continuospielerin und Chorleiterin aktiv.

 

Eintritt frei, Kollekte