Verein Orgelmusik St. Peter

Konzerte 2016

16. Mai 2016, 19:30 Uhr

Pfingstkonzert

 

13. Juni 2016, 19:30 Uhr

Orgel und Männerstimmen

 

18. Juli 2016, 19:30 Uhr

Orgel in Frankreich

 

22. August 2016, 19:30 Uhr

Orgeltranskriptionen

 

26. September 2016, 19:30 Uhr

Orgel und Tango

 

24. Oktober 2016, 19:30 Uhr

Orgel in Tschechien

 

21. November 2016, 19:30 Uhr

Orgel und Violine

 

Die Orgel im Dialog mit Tschechien

Konzert

Montag, 24. Oktober 2016, 19:30 Uhr

Pavel Kohout, Prag, Orgel
Werke von Bach, Seger, Fischer, Vaňhal, Kuchař, Musil und Eben

Eindrücke vom Konzert

Konzertprogramm

Joann Sebastian Bach
1685-1750

Brandenburgisches Konzert Nr. 3, BWV 1048
Allegro, Adagio cadenza, Allegro
(Transkription für Orgel durch Omar Caputi)

Josef Seger
1716-1782

Präambulum in d-Moll
Fuga in d-Moll

Johann Caspar Ferdinand Fischer
1656-1746

Passacaglia in d-Moll

Jan Křtitel Kuchař
1751-1829

Largo in g-Moll
Fantasie in e-Moll

Jan Křtitel Vaňhal
1739-1813

Präambulum in Es-Dur
Fuga in Es-Dur
Fuga in C-Dur

Peter Eben
1929-2007

Versetti II: Ad Communionem "Adoro Te"

František Musil
1852-1908

Sonata solemnis
Allegro moderato, Canon-Andante, Fuga-Energico

Konzertinformationen

Das Orgelland Tschechiens, bestehend aus den historischen Ländern Böhmen, Mähren und kleinen Gebieten Schlesiens, kann auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurückblicken. Die Besiedlung der Grenzregionen mit Deutschen (Sudeten) brachte eine kulturelle und orgelbauliche Bereicherung und ermöglichte einen fruchtbaren Austauschprozess mit den tschechisch sprachigen Landesteilen. Daher entwickelten sich Orgelbau und Orgelmusik weitgehend ähnlich wie in Nord- und Mitteldeutschland. Auch für die Komponisten waren die Grenzen bis zum Zweiten Weltkrieg weitgehend durchlässig. So reiste Mozart wie viele andere deutsche Musiker nach Prag, und es war der Prager Komponist Jan Kuchar, der den ersten Klavierauszug der „Zauberflöte“ anfertigte. Aus dieser „guten alten“ Musikzeit in den Gebieten des heutigen Tschechiens wird Pavel Kohout einige Orgelstücke präsentieren, vom eben erwähnten Jan Kuchar (1761-1829), dann von Josef Seger (1716-1782, Johann Adam Späth (1742-1794) und Johann Baptist Wanhal (1739-1813). Zur existentiellen Bedrohung für Orgeln und Orgelmusik in der Tschechoslowakei wurde 1948 die Machtübernahme durch die Kommunisten. Die Enteignung der Kirchen, Auflösung der Klöster und die Unterdrückung des kirchlichen Lebens wirkte lähmend auf Orgelbau und Kirchenmusik. Im gleichen Zeitraum wurde aber eine grosse Anzahl von Orgeln in Sälen, zu Konzertsälen umgewandelten Kirchen und sogar in den Festsälen der Rathäuser gebaut. Die Ausbildung von Organisten an staatlichen Hochschulen brachte bemerkenswerte Spieler von teilweise internationalem Rang hervor. Als Komponist erreichte etwa Petr Eben (1929-2007) weltweite Bedeutung. Eben diesen Komponisten wird Pavel Kohout ebenfalls in seinem Konzert in der Peterskirche vorstellen. Quelle: J.Kocourek/Ars Organi

Über den Solisten
Pavel Kohout, Orgel

kohoutwurde 1976 in Prag geboren. Nach vier Jahren Klavierunterricht studierte er am Prager Konservatorium Orgel bei Jan Kalfus. Weitere Studien führten ihn ans Sweelinck Konservatorium in Amsterdam dann zurück nach Prag, wo er über die „Historische Aufführungspraxis auf den süddeutschen Barockorgeln“ doktorierte. Pavel Kohout besuchte Meisterklassen bei Ludger Lohmann, Harald Vogel (Deutschland) sowie Jean Boyer und Olivier Latry (Frankreich). Pavel Kohout wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so gewann er bereits als 24jähriger den ersten Preis an der „International Organ Competition“ von Musashino-Tokyo, weitere Auszeichnungen folgten in Wettbewerben in Ljubljana, Vilnius, Prag, Kalingrad, Brugges und Lübeck. Pavel Kohout gilt als einer der begehrtesten Orgelsolisten seiner Zeit und ist auch viel gefragt als Leiter von Meisterklassen und Jury-Mitglied bei Wettbewerben. Unter seinen zahlreichen CD-Einspielungen sind diejenigen auf der ältesten noch existierenden Prager Orgel (Mundt 1673) und der Katzer&Weltzel-Orgel aus dem Jahr 1738 besonders zu erwähnen.

Eintritt frei, Kollekte