Verein Orgelmusik St. Peter

Konzerte 2016

16. Mai 2016, 19:30 Uhr

Pfingstkonzert

 

13. Juni 2016, 19:30 Uhr

Orgel und Männerstimmen

 

18. Juli 2016, 19:30 Uhr

Orgel in Frankreich

 

22. August 2016, 19:30 Uhr

Orgeltranskriptionen

 

26. September 2016, 19:30 Uhr

Orgel und Tango

 

24. Oktober 2016, 19:30 Uhr

Orgel in Tschechien

 

21. November 2016, 19:30 Uhr

Orgel und Violine

 

Die Orgel im Dialog mit dem Tango

Konzert

Montag, 26. September 2016, 19:30 Uhr

Benedikt Rudolf von Rohr, Orgel
Marcelo Nisinman, Bandoneon
Giovanni Barbato, Violine
Werke von Piazolla, Lietha, Nisinman, Wegmann und Buxtehude

Im Anschluss an das Konzert findet im Chor der Peterskirche eine Milonga statt.

Eindrücke vom Konzert

Konzertprogramm

Astor Piazzolla
1921-1991

Five Tangos Sensations
Sleeping, Midnight, Desire, Woe pass away, Fear
(Neubearbeitung von Marcelo Nisinman)

Jürg Lietha
*1951

„Organosalsa“ 2014

Marcelo Nisinman
*1970

„Freiheit“ für Bandoneon solo

Astor Piazzolla
Marcelo Nisinman

Jeanne & Paul für Violine und Bandoneon

Theo Wegmann
*1951

„Fire Tango“ für Orgel

Dietrich Buxtehude
1637-1707

„Danket dem Herren, denn er ist sehr freundlich“ für Bandoneon und Orgel (Neubearbeitung von Marcelo Nisinman)

Astor Piazzolla
Marcelo Nisinman

Soledad für Geige, Bandoneon und Orgel

Konzertinformationen

In diesem Konzertprogramm erleben Sie ein unkonventionelles Zusammenspiel von Bandoneon, Violine und Orgel. Das in Deutschland im 19.Jahrhundert erfundene Bandoneon wurde zum klingenden Sinnbild für argentinischen Tango. In Europa wurde das Bandoneon durch das Akkordeon verdrängt. Bandoneon und Orgel sind beides Blasinstrumente mit Klaviatur und sind sich klanglich verwandt. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Akzentuierungsmöglichkeiten des Bandoneons. Die Kunsttangos, die Sie in diesem Programm hören, unterscheiden sich sehr von der getanzten , eingängig rhythmisierten Tangomusik. Viele von Piazzollas Tangos sind nicht mehr im traditionellen Sinne tanzbar, sondern in erster Linie Musik zum Zuhören. Die Harmonie des Tango weitete er mit Mitteln des Jazz aus sowie nach den Vorbildern Igor Strawinsky und Bela Bartóks. Piazzolla hat die Spieltechnik der Instrumente im Tango durch Anleihen aus der Neuen Musik ausgeweitet: „Bogenschläge auf der Violine, stechende Streicherakzente in hoher Lage, Glissandi des gesamten Ensembles, virtuose Bandoneon-Läufe und eine Anreicherung der Besetzung durch eine Vielzahl von Perkussions¬instrumenten bestimmen seine Musik. Trotz dieser Neuerungen bleibt das Wesentliche des Tango erhalten. Die „Five Tango sensations“ , 1989 für Streichquartett und Bandoneon geschrieben, wurden von Marcelo Nisinmann für Violine, Bandoneon und Orgel neu eingerichtet. Im weiteren beinhaltet das Programm auch zwei reine Orgelkompositionen mit rhythmischem Hintergrund: Während der „Organosalsa“ , eine Komposition des Organisten Jürg Lietha (Dreifaltigkeitskirche Bern) Salsa-Elemente verarbeitet, nimmt die Komposition „Fire Tango“ von Theo Wegmann originale Tangorhythmen und Melodien auf und verarbeitet sie in stimmigem Orgelklang. Die schlichten Choralvariationen von Buxtehude für Bandoneon und Orgel bilden quasi einen Kontrapunkt im Programmablauf und führen zum Schlussteil quasi Buxtehude zu Bach. In den beiden letzten Kompositionen von Marcelo Nisinman sind Themen von Piazzolla in moderner Tonsprache verarbeitet und gehen immer wieder eine Verbindung ein mit dem BACH- Motiv.

Über die Musizierenden
Marcelo Nisinman, Bandoneon

nisinmanwurde 1970 in Buenos Aires geboren. Er ist ein international renommierter Bandoneonspieler, Komponist und Arrangeur. Nisinman studierte das Bandoneon bei Julio Pane und Komposition bei Guillermo Graetzer in Buenos Aires und bei Detlev Müller-Siemens in Basel. Er spielt als gefragter Solist mit vielen Orchestern und bei Festivals auf der ganzen Welt u.a. mit Martha Argerich, Gidon Kremer, dem Philadelphia Orchestra unter Charles Dutoit. Seine Kompositionen sind vielfältig und originell und haben ihre Ursprünge in Buenos Aires. Nisinman nimmt auch Techniken aus verschiedenen Musikstilen auf. Er hat für eine Vielzahl von Gruppen, Orchestern und Ensembles komponiert. 2004 wurde in Basel seine erste Kammeroper aufgeführt. Marcelo Nisinman spielt immer wieder an verschiedenen Festivals, so u.a. am Oxford Festival, Zeitkunst Festival (Berlin, Paris) und Ravenna Festival. Eine reichhaltige CD-Produktion dokumentiert sein musikalisches Schaffen.

Giovanni Barbato, Geige

barbatowurde 1972 in Neapel geboren und begann schon im Alter von sieben Jahren sein musikalisches Studium. Er studierte am Konservatorium „S. Pietro a Majella“ in Napoli in der Geigenklasse von Prof. Angelo Gaudino und erhielt 1992 sein Lehrdiplom mit Auszeichnung. Er nahm an Meisterkursen von Corrado Romano (Sermoneta und Genf) und von Salvatore Accardo (Akademie Walter Stauffer in Cremona) teil. 1996 war er Schüler von Prof. Franco Gulli in der “Indiana University“ in Bloomington, USA und schloss seine musikalische Ausbildung im Jahre 2000 mit dem Erhalt des Solistendiploms an der Musik-Akademie der Stadt Basel bei Prof. Adelina Oprean ab. Ab 1988 gewann Giovanni Barbato zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe (G.B. Pergolesi di Napoli, Città di Afelfia, Città di Alassio, Città di Genova, A.M.A. Calabria, Rovere d’Oro, Sognare Musica 96) . Er ist künstlerischer Leiter und Konzertmeister des Da Vinci Orchestra und Zuzüger u.a. beim Luzerner Sinfonie Orchester und Sinfonie Orchester Basel. Giovanni Barbatos musikalisches Repertoire umfasst verschiedene Stilrichtungen, von Bach bis zu den modernsten wie z. B. Tango (Silencio Tango, Marcelo Nisinman Trio, Husar Quartet), Jazz (Stephan Kurmann Strings) und Popmusik (Le Loup Garou).

Benedikt Rudolf von Rohr, Orgel

vonrohrMusikstudien in Luzern an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik und in Wien an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Wirkte von 1983-2001 als Organist und Musikdirektor an der Marienkirche Basel. Seine reichhaltige organistische Tätigkeit führte ihn in viele Länder Europas. Mitte der 80-er Jahre Mitbegründer der Vereinigung „Konzertveranstaltende Organisten Basel“ (KVOB). Seit 2002 Tätigkeit als Kirchenmusiker an der Basilika Mariastein. Aufbau und künstlerische Leitung des Vokalensembles Mariastein, liturgisches und konzertantes Orgelspiel und Konzertplanung. Eine vielfältige CD- und Radiodokumentation belegt seine reichhaltige Orgelkunst. Benedikt Rudolf von Rohr nimmt auch Einsitz in verschiedene musikalische Gremien u.a. als Staatsexperte für Musik an der Musikhochschule Luzern.In seiner weiteren musikalischen Tätigkeit unterrichtete er als Schulmusiker am Gymnasium Leonhard Basel. Leitung einiger bedeutender Aufführungen: „Der falsche Tod“ 2001 innerhalb des europäischen Musikmonats, 2008 Musiktheater „Der falsche Tod“ von Jost Meier nach Texten von Hansjörg Schneider im Theater Basel, 2013 Jubiläumskonzert „200 Jahre Mädchenbildung Basel“ im Stadtcasino Basel, 2015 Sinfonie Lobgesang von Mendelssohn.

Eintritt frei, Kollekte