Verein Orgelmusik St. Peter

Konzerte 2016

16. Mai 2016, 19:30 Uhr

Pfingstkonzert

 

13. Juni 2016, 19:30 Uhr

Orgel und Männerstimmen

 

18. Juli 2016, 19:30 Uhr

Orgel in Frankreich

 

22. August 2016, 19:30 Uhr

Orgeltranskriptionen

 

26. September 2016, 19:30 Uhr

Orgel und Tango

 

24. Oktober 2016, 19:30 Uhr

Orgel in Tschechien

 

21. November 2016, 19:30 Uhr

Orgel und Violine

 

Die Orgel im Dialog mit den "Männerstimmen"

Konzert

Montag, 13. Juni 2016, 19:30 Uhr

"Männerstimmen" unter der Leitung von Oliver Rudin
Suzanne Z'Graggen, Orgel

Werke von Krebs, Mauersberger, Pärt, Oley, Templeton, Brahms, Forchhammer, Chesnokow, Mäntyjärvi, Hagen und Tormis

Eindrücke vom Konzert

Konzertprogramm

Johann Ludwig Krebs
1713-1780

"O Gott, du frommer Gott" Krebs-WV 543 (Orgel)

Rudolf Mauersberger
1889-1971

"Herr lehre doch mich..." (Orgel und Chor)

Arvo Pärt
*1935

"De profundis" (Orgel, Chor und Perkussion)

Johann Christoph Oley
1738-1789

"O Gott, du frommer Gott" (Orgel)

Mark D. Templeton
*1974

Veni, veni Emmanuel (Chor)

Johannes Brahms
1833-1897

"O Gott, du frommer Gott" op. 122 Nr. 7 (Orgel)

Pavel Chesnokov
1877-1944

Spasenie sodelal (Chor)

Theophil Forchhammer
1847-1923

"O Gott, du frommer Gott" op. 33 (Orgel)

Jaakko Mäntyjärvi
*1963

"Grim and glacial funeral waltzes" (Chor)

Javier Hagen
*1971

Ad mortem festinamus (Chor)

Johannes Brahms
1833-1897

Präludium und Fuge g-Moll (Orgel)

Konzertinformationen

„Das grobe Tuch übergeworfen, den Stab an die Hand genommen und aufgemacht – barfuss gar – nach Compostela, nach Rom, Jerusalem, Mekka... Eine grosse Sehnsucht liegt im Wandern, ein Ziel, der Weg, eine Hoffnung und eine Tat.
Und während man von Norden kommend langsam gen Süden strebt, wenn es allmählich wärmer wird und sanfte, grüne Hügel das Auge umschmeicheln, mag sich tatsächlich der Eindruck einstellen, der Pfad führe direkt ins Paradies, als liesse sich das Tor zur Ewigkeit zu Fuss erreichen. Zumal die Anstrengung gross genug, die Bürde und Entbehrung einer Belohnung würdig wären.“
Diese Worte gab der Journalist und Songtexter Tumasch Clalüna den „Männerstimmen“ im Programmheft zu ihrem Jahreskonzert mit auf den Weg. Unter dem Titel «pílagrímr» (altnordisch für Pilger) haben sie sich tatsächlich etwas Besonderes einfallen lassen. Einerseits wurde das Motiv „Pilger“ musikalisch umgesetzt mit geistlichem Liedgut, das 700 Jahre europäische Musikgeschichte abdeckt. Andererseits ist das Programm mit einer ungewohnten, ja gewagten Inszenierung dem Leitgedanken gerecht geworden. Nicht überraschend haben die „Männerstimmen“ dann vergangenen 16. Januar mit ihrem Pilger-Konzert einen rauschenden Erfolg verbuchen können: Das Basler Münster war bis auf den letzten Platz auf den Galerien besetzt, das Publikum war während eineinhalb Stunden in Bann geschlagen. Grund genug, um einige der Highligths in unserem Konzert vom 13. Juni nochmals zum Erklingen zu bringen. Die Organistin Suzanne Z’Graggen umrahmt die einzelnen Chornummern mit Paraphrasen zum Choral „O Gott, du frommer Gott“, dessen Text 1630 vom Kirchenlieddichter Johann Heermann verfasst und über die Jahrhunderte hinweg viele Male vertont worden ist.

Über die Musizierenden
Suzanne Z’Graggen, Orgel

zgraggenist in Luzern geboren und aufgewachsen. Noch während der gymnasialen Ausbildung trat sie in die Musikhochschule Luzern ein und begann ihre Studien in Kirchen- und Schulmusik.
Nach der Matura setzte sie das Orgelstudium an der Hochschule der Künste Bern bei E. Le Divellec und H. Balli fort, wo sie 2003 und 2007 mit dem Lehr- bzw. Solistendiplom für Orgel abschloss.
Parallel dazu absolvierte sie die Gymnasiallehrer-Ausbildung an der Universität Bern mit dem Patent im Fach Musik. Bis Sommer 2008 studierte Suzanne Z’Graggen in der Orgel-Konzertklasse von Prof. Michael Radulescu an der Universität für Musik in Wien. Der Abschluss mit dem Konzertreifediplom mit Auszeichnung erfolgte im November 2008. Im gleichen Jahr wurde Suzanne Z’Graggen als Domorganistin an die St.-Ursen-Kathedrale Solothurn gewählt. Sie ist dort künstlerische Leiterin der ‹Orgelkonzerte Solothurn› und der Konzertreihe ‹Orgel um 12›. Als Orgelsolistin konzertiert sie regelmässig im In- und Ausland.

Oliver Rudin

rudingeboren 1981, lebt in Basel. Mit sechs Jahren tritt er der Knabenkantorei Basel bei und gründet 1997 zusammen mit Jonas Göttin die A-cappella-Band „The Glue“. Er wird Violin-Jungstudent an der Hochschule für Musik Basel und studiert danach Chorleitung und Schulmusik. Im Herbst 2007 schliesst er sein Nachdiplomstudium in Kulturmanagement an der Universität Basel ab. Heute arbeitet er als Lehrer für Musik und Geschichte der Künste am Gymnasium Kirschgarten Basel und leitet dessen Schulchor und -orchester. Daneben ist er Dirigent der „Männerstimmen“, des Gospelchors am Basler Münster und Mitglied des Vokalensembles der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen unter der Leitung von Rudolf Lutz.

Männerstimmen Basel

maenner2Kleidung aus den 50er Jahren, Knickerbocker, Hosenträger, Cordjacken: Äusserlich sind die Männerstimmen Basel bewusst altbacken, doch in den Kleidern stecken junge Männer, die meisten unter 30, die sich mit Herz und Seeleder Männerchor-Literatur verschrieben haben. Ein bunt gemischter Haufen, die Wettbewerbsjurys im In- und Ausland beeindrucken, wie der Sieg in der Kategorie „Männerchöre“ an den World Choir Games in Cincinnati 2012 , der Gesamtsieg am Internationalen Männerchor-Festival in Cornwall 2015 sowie zahlreiche weitere Auszeichnungen belegen. Leidenschaft und Lockerheit sind es, die diesen Chor auf und neben der Bühne auszeichnen. Gemeinsames Feiern ist fast so wichtig wie gemeinsames Singen. Dazu kommt ein Faible für eine eigene Ästhetik, die sich im virtuosen Umgang mit neuen Medien zeigt und das klassische Männerchorbild zitiert und zugleich aufbricht. Mit ihren Projekten schlagen die Männerstimmen Basel eine Brücke zwischen Tradition und Gegenwart, definieren ihren eigenen Männerchor-Begriff und sind dabei jung und altmodisch zugleich.

Eintritt frei, Kollekte

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