Verein Orgelmusik St. Peter

Konzerte 2016

16. Mai 2016, 19:30 Uhr

Pfingstkonzert

 

13. Juni 2016, 19:30 Uhr

Orgel und Männerstimmen

 

18. Juli 2016, 19:30 Uhr

Orgel in Frankreich

 

22. August 2016, 19:30 Uhr

Orgeltranskriptionen

 

26. September 2016, 19:30 Uhr

Orgel und Tango

 

24. Oktober 2016, 19:30 Uhr

Orgel in Tschechien

 

21. November 2016, 19:30 Uhr

Orgel und Violine

 

Die Orgel im Dialog mit dem Pfingstfest

Konzert

Montag, 16. Mai 2016, 19:30 Uhr

Ekatarina Kofanova, Orgel
Werke von Buxtehude, Bach, Ritter, Vierne und Duruflé

Eindrücke vom Konzert

Konzertprogramm

Dietrich Buxtehude
1637 – 1707

Präludium in F BuxWV 145
„Komm, Heiliger Geist, Herre Gott“ BuxWV 199
Passacaglia in d BuxWV 161

Johann Sebastian Bach
1685 – 1750

Präludium und Fuge G-Dur BWV 541
Leipziger Choral: „Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr“ BWV 663

August Gottfried Ritter
1811 – 1885

2. Orgelsonate e-moll

Johann Sebastian Bach
1685 – 1750

Leipziger Choral: „Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr“ BWV 662

Louis Vierne
1870 – 1937

Scherzo aus der 2. Orgelsymphonie

Maurice Duruflé
1902 – 1986

Veni creator: Choral varié

Konzertinformationen

Im diesjährigen Pfingstkonzert treten Orgelwerke aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen in einen lebhaften Dialog. Stimmen der Natur (das unbekümmerte Vogelgezwitscher in der Fuge F-Dur von Buxtehude) treffen auf die leichtfüssige französische Eleganz (Scherzo von L. Vierne). Die zwei ergreifenden Choralbearbeitungen von Bach („Allein Gott in der Höhe sei Ehr“) umrahmen eine romantische Orgelsonate von A.G. Ritter. Dieses Werk ist unter dem Gesichtspunkt „Dialog der Epochen“ besonders interessant: einerseits zählt Ritter, ein Verehrer des Schaffens von Franz Liszt, zu der Generation der Romantik; andererseits hört man in seinen Werken unmissverständlich seine Bewunderung für die Orgelmusik des Barock (v.a. Buxtehude). Den krönenden Abschluss des Programms bilden die Variationen über „Veni creator spiritus“ von Maurice Duruflé – ein geistreiches und farbenfrohes Werk aus dem 20. Jahrhundert, inspiriert von der traditionellen gregorianischen Melodie, dem Pfingstchoral par excellence.

Über die Musizierenden
Ekatarina Kofanova, Orgel

Ekaterina KofanovaEkaterina Kofanova wurde 1973 in Minsk (Belarus) in eine musikalische Familie geboren. Sie erhielt vielseitigen musikalischen Unterricht am Musiklyzeum in ihrer Heimatstadt, wo sie 1991 mit Auszeichnung abschloss. 1991 - 1999 studierte Ekaterina Kofanova am Staatlichen Tschaikowsky - Konservatorium in Moskau bei Prof. Alexei Parschin (Orgel) und Prof. Dr. Inna Barsova (Musikwissenschaft). Nach ihrer musikwissenschaftlichen Promotion erhielt sie einen Lehrauftrag für Musikgeschichte und Orgel an der Belarussischen Staatlichen Musikakademie in Minsk und eine Stelle als Organistin an der Belarussischen Staatlichen Philharmonie. Im Oktober 2002 begann Ekaterina Kofanova als Stipendiatin des DAAD das künstlerische Aufbaustudium im Fach Orgel an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg bei Prof. Martin Sander (Abschluss 2004 mit Auszeichnung). Im Jahr 2009 hat sie ihr Solistendiplom (Konzertexamen) ebenfalls mit Auszeichnung absolviert, 2011 folgte der Abschluss ihres kirchenmusikalischen Studiums (Kirchenmusik-A). Meisterkurse unter der Leitung von Jean Guillou, Martin Haselböck, Ton Koopman, Andrea Marcon, Harald Vogel u.a. rundeten ihre Ausbildung ab. Während des Studiums war sie Organistin an der Ev. Kirche Hirschberg-Leutershausen (historische Link-Orgel, 1898). 2009 bis 2015 war Ekaterina Kofanova Organistin und Chorleiterin an der Friedenskirche in Bern.
Als Organistin trat Ekaterina Kofanova in vielen Städten Russlands und Belarus sowie in Deutschland (u.a. Kaiser Willhelm Gedächtniskirche Berlin, Dom zu Erfurt, Orgeltage Ruhr), Schweiz (Fraumünster Zürich, Berner Münster), Holland (St. Stevenskerk, Nijmegen), Frankreich, Italien und Polen auf. Ihr Repertoire umfasst zahlreiche Werke von Barock bis Moderne. Beim 48. Internationalen ARD Wettbewerb (1999) und beim Internationalen Orgelwettbewerb in St. Albans (Grossbritanien, 2003) wurde sie als Teilnehmerin der Endrunde ausgezeichnet. 2006 gewann sie den 1. Preis bei dem Internationalen Wettbewerb "Premio Valentino Bucchi", Orgelmusik des 20. und 21. Jahrhunderts (Rom).
Neben dem solistischen Spiel erfolgten zahlreiche Auftritte in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen sowie Zusammenarbeit mit Chören und Orchestern (Philharmonisches Kammerorchester Minsk, Heidelberger Sinfoniker, Konzertchor Darmstadt, Konzertchor Biel-Seeland u.a.).
Ab 1. März 2016 ist Ekaterina Kofanova Titularorganistin an der Silbermann/Lhôte-Orgel der Basler Peterskirche.

Eintritt frei, Kollekte

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