Verein Orgelmusik St. Peter

Konzerte 2015

25. Mai 2015, 19:30 Uhr

Pfingstkonzert

 

29. Juni 2015, 19:30 Uhr

Orgel und Streichquartett

 

27. Juli 2015, 19:30 Uhr

J.S. Bachs Lehrer

 

22. August 2015, ganzer Tag

Orgelreise 2015 nach St. Gallen

 

28. September 2015, 19:30 Uhr

Orgel und Tenor

 

19. Oktober 2015, 19:30 Uhr

Stylus phantasticus

 

7. November 2015

Orgelkonzert für Kinder

 

8. November 2015

Orgelkonzert für Kinder

Orgelreise 2015 nach St. Gallen

Samstag, 22. August 2015

Die Orgelreise 2015 bringt uns nach St. Gallen für zwei Orgelkonzerte der besonderen Art.

 

Programm
08:30 Uhr   Abfahrt in Basel
11:30 - 12:00 Uhr   Besuch Konzert "Orgelsommer in der Kathedrale", es spielt Christoph Hauser, Klosterkirche Kirchenfeld
12:15 - 14:15 Uhr   Mittagessen im Restaurant am Gallusplatz
14:30 - 15:45   Besuch/Führung in der Stiftsbibliothek
16:00 Uhr   Abfahrt nach St. Georgen
16:15 - 17:15 Uhr   Demo-Konzert auf der dortigen Wurlitzer-Orgel durch Bernhard Ruchti
17:30 Uhr   Abfahrt Richtung Basel

 

Informationen zur Orgelreise

Die Orgeln der Kathedrale. Die Stiftskirche verfügt über drei Orgeln: die grosse Domorgel auf der Westempore sowie die Epistel- und die Evangelienorgel im Chor. Die Geschichte der Orgeln reicht weit ins Mittelalter zurück. In der Zeit seit dem barocken Umbau der Kirche begnügte man sich lange mit den beiden Chororgeln, die 1768 und 1770 von Viktor Ferdinand Bossard (1699–1772) gebaut worden waren. Erst 1808-1810 erhielt die Kirche eine grosse Westempore für eine neue, grosse Hauptorgel, die 1811-1815 von Franz und Josef Frosch (München) erbaut wurde. Dieses Instrument hatte 60 Register auf vier Manualen und Pedal. Das Orgelgehäuse wurde 1811 von dem Stuckateur und Bildhauer Josef Simon Mosbrugger (Tschoppernau, Bregenzer Wald) erbaut. Die „Frosch“-Orgel wurde von 1872 bis 1875 von Johann Nepomuk Kuhn völlig umgebaut, wobei ein Manual wegfiel. Es hatte 55 Register, von denen 14 ganz oder teilweise neu gefertigt wurden. Das Gehäuse blieb unverändert.Im Zuge der Gesamtrestaurierung der Kirche (1961 bis 1967) wurde die heutige Hauptorgel konzipiert und 1968 durch Orgelbau Kuhn (Männedorf) gebaut. Von der alten Orgel von 1815 wurden nur die beiden seitlichen Pedaltürme übernommen. Im Übrigen wurde der Aufbau völlig neu entworfen. Das Instrument hat Schleifladen und mechanische Trakturen.

Die Stiftsbibliothek St. Gallen ist die Stiftsbibliothek des ehemaligen Benediktinerstifts St. Gallen. Dieses ging hervor aus der Zelle, die der irische Mönch St. Gallus um 612 im Hochtal der Steinach gründete. Die spätestens 719 gegründete Stiftsbibliothek St. Gallen gehört zu den bedeutendsten historischen Bibliotheken der Welt. Sie ist die einzige der grossen Klosterbibliotheken des Frühmittelalters, deren qualitativ hervorragender Bestand vom 8. Jahrhundert bis heute einigermassen intakt beisammen geblieben ist. Sie besitzt 2100 Handschriften, 1650 Inkunabeln (Druckwerke bis 1500) und Frühdrucke (gedruckt zwischen 1501 und 1520) sowie etwa 160000 Bücher. 1983 wurde die Bibliothek zusammen mit dem Stiftsbezirk St. Gallen ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

St.Georgen und die Kino-Orgel aus Amerika. Die amerikanische Rudolph Wurlitzer Company baute von 1914 bis etwa 1940 Kino- und Theaterorgeln. In den USA und im England der 1920er-Jahre waren Stummfilmvorführungen, die live mit der extra für Film-und Theater konzipierten Orgel vertont wurden, ein grosser Renner. Wurlitzer-Orgeln können auch Geräusche wie Pferdegeklapper oder Meeresrauschen erzeugen. Bernard Ruchti, Organist der reformierten Kirche St.Georgen, entdeckte das Instrument, als er vor einigen Jahren zehn Monate in San Francisco verbrachte. Die Orgel hat es ihm angetan: «Die Wurlitzer tönt besser als so manche klassische Orgel.»

Als sich vor vier Jahren eine Sanierung der mittelmässigen Orgel der reformierten Kirche St.Georgen aufdrängte, wandte sich Ruchti stattdessen an die American Theater Organ Society, die sich für den Erhalt von Wurlitzer-Orgeln einsetzt. Die vermittelte dem St.Galler ein Instrument mit Baujahr 1923, das einst in einem Kino in der Kleinstadt La Porte im US-Bundesstaat Indiana gespielt worden war. Und weil es heute in Europa nur sehr wenige Wurlitzer-Orgeln gibt, waren schnell Kulturstiftungen gefunden, die es für eine gute Idee hielten, das 400 000 Franken teure Instrument nach St.Gallen zu holen.

So also kam es, dass seit kurzem ausgerechnet in St.Georgen eine von nur drei Wurlitzer-Orgeln der Schweiz steht.